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Baumwollhandschuhe über Nacht: Die unterschätzte Pflege für rissige Hände
Häufiges Händewaschen, Kälte, Desinfektionsmittel: Im Winter leiden Hände zuerst. Die Redaktion erklärt eine Methode, die fast nichts kostet.
- Verfasst
- Redaktion Deutsches Hautinstitut
- Stand
- Oktober 2026
- Lesezeit
- 3 Min.

Die Haut der Hände hat wenige Talgdrüsen und wird täglich dutzendfach gewaschen. Im Winter kommen Kälte und trockene Luft dazu. Das Ergebnis sind spannende, rissige Hände, bei manchen bis hin zu schmerzhaften Einrissen an den Fingerkuppen. Cremes helfen, werden aber tagsüber nach jedem Waschen wieder entfernt. Nachts hat die Haut acht Stunden Ruhe. Das lässt sich nutzen.
Das Prinzip
Dermatologen nennen es Okklusion: Eine fettreiche Creme wird dick aufgetragen und unter einer Abdeckung belassen. Die Abdeckung verhindert, dass die Creme verdunstet oder abgewischt wird, und hält Wärme und Feuchtigkeit auf der Haut. Die Hornschicht quillt leicht auf und nimmt die Pflegestoffe besser auf. Baumwollhandschuhe sind dafür die einfachste Abdeckung: luftdurchlässig, waschbar, günstig.
So geht es
Abends die Hände lauwarm waschen und abtrocknen. Eine reichhaltige Creme oder Salbe auftragen, deutlich mehr als tagsüber, Nagelhaut und Fingerkuppen nicht vergessen. Handschuhe über, schlafen. Morgens die Reste einmassieren. Bei stark rissiger Haut zwei bis drei Nächte in Folge, danach ein- bis zweimal pro Woche zur Erhaltung.
Welche Creme
Für die Nacht eignen sich fettreiche Cremes mit Harnstoff, Glycerin oder Sheabutter. Sehr stark rückfettende Salben auf Vaselinebasis sind die klassische Wahl bei Einrissen. Duftstoffe lieber vermeiden, sie reizen vorgeschädigte Haut. Bei nässenden Stellen, Bläschen oder Ekzemen ist Okklusion nicht angebracht; dann gehört die Hand zum Hautarzt.
Worauf es bei den Handschuhen ankommt
- Material: Reine Baumwolle, keine Mischgewebe mit Kunstfaser; sonst staut sich Schweiß.
- Passform: Dehnbar, aber nicht zu eng; Nähte innen flach.
- Menge: Mindestens drei Paar, weil sie täglich gewaschen werden sollten.
- Pflege: Bei 60 Grad waschbar.
Hände tagsüber schützen
Die Nachtpflege repariert, der Tag entscheidet, wie viel Reparatur nötig ist. Hände mit lauwarmem statt heißem Wasser waschen, eine milde, seifenfreie Waschlotion verwenden und gründlich abtrocknen, auch zwischen den Fingern. Nach dem Waschen eine kleine Menge Handcreme, die schnell einzieht. Bei Hausarbeit mit Wasser und Putzmitteln Schutzhandschuhe tragen, bei längerem Tragen mit dünnen Baumwollhandschuhen darunter, damit die Haut nicht schwitzt. Draußen bei Kälte warme Handschuhe, denn Kälte und Wind trocknen die Haut zusätzlich aus.
Auch für die Füße
Das gleiche Prinzip funktioniert an den Füßen: abends eine reichhaltige Fußcreme, dicke Baumwollsocken darüber, schlafen. Gerade bei rauen Fersen ist diese Kombination wirkungsvoll.
Unsere Empfehlung
Häufige Fragen
Kann ich normale Bodylotion nehmen?
Für die Nacht ist sie meist zu leicht. Besser eignet sich eine fettreiche Handcreme oder Salbe.
Wie lange dauert es, bis rissige Hände sich erholen?
Bei konsequenter Pflege sehen viele nach wenigen Nächten einen Unterschied. Tiefe Risse brauchen länger.
Was, wenn die Hände trotz Pflege nicht besser werden?
Dann kann ein Handekzem dahinterstecken, etwa durch Kontakt mit reizenden Stoffen im Beruf. Das gehört in die Hautarztpraxis.
Fazit
Die Nachtpflege mit Handschuhen ist eine der wirksamsten und zugleich günstigsten Maßnahmen gegen rissige Winterhände. Sie braucht keine teure Creme, nur Regelmäßigkeit.
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